Solides Ergebnis trotz “Wind of Change”

Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft – Dividende in Höhe von 3% beschlossen

Warthausen. Am 29. Juni 2021 fand die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Biberach eG bereits zum zweiten Mal in Folge digital statt.

Vorstandssprecher Gerolf Scherer zog, trotz des vorherrschenden „Wind of Change“, der dem Finanzsektor seit geraumer Zeit entgegenbläst sowie der anhaltenden Corona-Pandemie, eine positive Bilanz des zurückliegenden Geschäftsjahres. „Wir sind als grundsolides Institut mit starkem Geschäftsmodell und solider Eigenkapitalausstattung in die Krise gestartet“, so Scherer.

Trotz der anhaltenden schwierigen Situation richtete Scherer seinen Blick nach vorne und widmete sich dem kontinuierlichen Ausbau digitaler Angebote für Mitglieder, Kundinnen und Kunden. Durch Investitionen in die digitale Infrastruktur, hat es die Raiffeisenbank Biberach eG geschafft, ihre Position als digitale Regionalbank zu stärken. „Das Wichtigste für uns ist, dass wir während der Krise unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden als zuverlässiger Partner zur Seite stehen“, betonte Scherer in seinem Bericht.

Trotz der vielen Herausforderungen war es ein erfolgreiches Jahr für die Raiffeisenbank Biberach eG. In allen Bereichen konnte die Bank ein erneutes Wachstum verzeichnen.

Die Bilanzsumme stieg um 9,39 % auf 987 Millionen Euro. Die Erhöhung wurde sowohl von der positiven Entwicklung der Kundeneinlagen als auch dem Zuwachs bei Kundenkrediten getragen. Beides ist auf die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik sowie der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Das Kundenanlagevolumen stieg um 6 % auf 743,8 Millionen Euro. Dies spiegelt nicht nur ein Wachstum in Zahlen, sondern auch das Wachstum von Vertrauen der Kunden in die Bank. Ebenso nahmen die verwalteten Guthaben in Wertpapierdepots und bei den genossenschaftlichen Partnerinstituten wie der Bausparkasse Schwäbisch Hall oder der R+V Versicherung um 30,7 Millionen Euro auf insgesamt 477,2 Millionen Euro zu.

Zufriedenstellend ist auch das Ergebnis auf der Aktivseite. Hier konnte ein Zuwachs von 8,5 % auf 667,2 Millionen Euro verzeichnet werden. Dies ist vor allem auf die Unternehmenskredite zurückzuführen, die im Vorjahresvergleich um 8,4 % auf 323,6 Millionen Euro gestiegen sind.

„Eine wesentliche Rolle haben wir im vergangenen Jahr auch als Partner der KfW sowie anderer öffentlichen Förderbanken gespielt“, berichtet Scherer. Diese Fördermittel haben es den Unternehmen erleichtert, mit den Belastungen der Corona-Pandemie zurechtzukommen. „Gerade die Entwicklungen unseres Kreditgeschäfts verdeutlichen, wie sehr die Genossenschaftsbanken während dieser Krise als Partner für mittelständische Unternehmen vor Ort gefragt sind“, unterstrich Scherer in seinem Bericht. Außerdem wurden die Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden während der Krise mit vorübergehenden Stundungen ihrer Kredite unterstützt.

Auch im Jahr 2020 unterstütze die Raiffeisenbank Biberach eG mit rund 115.000 Euro ihre Vereine und soziale Einrichtungen vor Ort und stellte somit wieder einmal unter Beweis, dass sie ihren genossenschaftlichen Grundsätzen treu bleibt.

Abschließend wagte der Vorstandssprecher noch einen Blick auf die Konjunkturentwicklung in naher Zukunft. Durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie bliebe die Konjunktur weiterhin mit vielen Unsicherheiten behaftet, so Scherer. Um auch weiterhin auf Erfolgskurs zu bleiben, sei eine gute Eigenkapitalausstattung notwendig und es müssen neue Ertragsquellen generiert werden. Insgesamt erwartet die Raiffeisenbank Biberach eG auch 2021 wieder ein gutes operatives Ergebnis im Kundengeschäft.

Der Jahresüberschuss der Raiffeisenbank Biberach eG betrug 1.941.565,43 Millionen Euro. Das Ergebnis soll dazu genutzt werden, das Eigenkapital zu stärken und zudem zahlt die Raiffeisenbank Biberach eine Dividende in Höhe von 3 % an ihre Mitglieder aus.

Im weiteren Verlauf wurden die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter zur Beschlussfassung über den Umfang der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses, über die Verwendung des Jahresüberschusses und über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2020 zur Abstimmung aufgerufen. Sämtliche Beschlüsse wurden mit einer deutlichen Mehrheit getroffen.

Einig zeigten sich auch die Vertreter bei den Wahlen zum Aufsichtsrat. Arno Dolderer aus Schemmerhofen und Helmut Grell aus Fischbach wurden für drei weitere Jahre in das Kontrollgremium gewählt.

Anton Kloos aus Warthausen und Anton Hagel aus Altheim sind, aufgrund des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze, nicht mehr zur Wiederwahl gestanden. Neu in das Gremium gewählt wurden Christiane Bader aus Laupheim und Martin Locher aus Ochsenhausen.