Raiffeisenbank Biberach eG steigert Kredite und Einlagen 2019 weiter

Warthausen. Vertreterversammlung zieht die notwendigen Beschlüsse zum Geschäftsjahr 2019. Dividendenausschüttung für 2019 wird als Gewinnvortrag ins neue Jahr vorgetragen. Wahlen zum Aufsichtsrat/Entlastungen Vorstand und Aufsichtsrat sowie Satzungsänderungen und Änderungen der Wahlordnung zur Vertreterversammlung.

Die Vertreterversammlung wurde aufgrund der Corona-Pandemie im Rahmen einer virtuellen Versammlung durchgeführt. Unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Müller wurden am 03. November 2020, die Berichte des vergangenen Geschäftsjahres vorgetragen und auf dieser Grundlage die nach Satzung und Gesetz notwendigen Beschlüsse herbeigeführt.

Schnell wurde im Bericht des Vorstandssprechers Gerolf Scherer deutlich, dass die regionale Kreditgenossenschaft nicht auf schnelle Gewinnmaximierung aus ist, sondern die Förderung von Mitgliedern und Kunden die oberste Priorität hat.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick: Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf jetzt 901,8 Millionen Euro. Das gesamte betreute Kundenvolumen – dieser Wert beinhaltet neben den in der Bilanz festgeschriebenen Geschäften das gesamte Volumen aller Kreditgeschäfte und Einlagen der Mitglieder und Kunden - stieg um 6,6 Prozent auf 1.924 Millionen Euro.

Bei den bilanziellen Kundenforderungen verzeichnete die Bank ein Wachstum von 7,2 Prozent auf 614,9 Millionen Euro. Das gesamte Kreditvolumen belief sich auf 776,2 Millionen Euro. Die in der Bilanz eingestellten Einlagen der Kunden stiegen um 3,3 Prozent auf 701,4 Millionen Euro. Großer Beliebtheit erfreuten sich Anlagen in Wertpapiere, Investmentfonds und Versicherungen. Das zeigt sich bei den Summen, die die Bankkunden bei den Partnern im Genossenschaftlichen Verbund sowie bei der Allianz angelegt haben. Dieser Wert lag im vergangenen Jahr bei 446,5 Millionen Euro – ein Plus von 11,4 Prozent. „Das zurückliegende Jahr war ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr für uns sowie für unsere Mitglieder und Kunden“, bilanzierte Gerolf Scherer. Der ausgewiesene Jahresgewinn liegt bei 1.089.932,29 Euro. Durch Beschluss der Vertreterversammlung wird für das Jahr 2019 keine Dividende ausgeschüttet. Anstatt einer Dividendenausschüttung über 258.605,11 Euro wird ein Gewinnvortrag ins neue Jahr vorgenommen. Dem eindringlichen Appell der Aufsichtsbehörde BaFin – „(…) übernehmen Sie Ihren Teil der Verantwortung und lassen Sie nicht zu, dass die Kapitalbasis Ihres Instituts geschwächt wird. Dann besteht die Chance, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern“, sind der Aufsichtsrat, der Vorstand und die Vertreterversammlung durch ihren Beschluss nachgekommen. Über die Verwendung des Gewinnvortrags wird in der Vertreterversammlung im Jahr 2021 neu entschieden. Mit dem verbleibenden Teil ihres Überschusses sorgt die Raiffeisenbank Biberach eG für die Zukunft vor und stärkt das Eigenkapital.

Auch im Bereich von Spenden und Sponsoring war die Raiffeisenbank Biberach stark engagiert. Im Jahr 2019 belief sich die Spendensumme auf rund 115 TEUR.

Satzungsgemäß sind altersbedingt die Aufsichtsräte Otto Deeng, Walter Herzhauser, Karl Jucker, Siegfried Puhl, Andreas Sproll und Herbert Waltner ausgeschieden. In den Aufsichtsrat wurden neu gewählt, Alexandra Musenbock, Michael Gapp und Claus Nägele.

Die Mitgliedervertreter zeigten sich mit der Geschäftspolitik des Jahres 2019 zufrieden und entlasteten mit großer Mehrheit den Vorstand und Aufsichtsrat. Die angekündigten Satzungsänderungen und die Änderungen der Wahlordnung zur Vertreterversammlung konnten in der Beschlussfassung die erforderliche Mehrheit erhalten.